Belarus: Todesstrafe in Belarus zum vierten Mal im Jahr 2016 verhängt

06.02.2017


Es besteht die Gefahr, dass Kiryl Kazachok hingerichtet wird. Bitte sendet Briefe / Mails mit der Bitte diese und andere Hinrichtungen zu verhindern an Präsident Lukashenka, an den Gereralstaatsanwalt Kaniuk sowie an die weißrussische Botschaft in Österreich.

Trotz des immer größer werdenden nationalen und internationalen Drucks auf Weißrussland, die Todesstrafe abzusetzen, wird sie im Jahr 2017 schon zum vierten Mal verhängt.
Belarus ist das einzige Land in Europa und Zentralasien, welches die Todesstrafe noch ausführt. Amnesty International spricht sich gegen die Todesstrafe in allen Fällen ohne Ausnahmen aus. Diese gilt als ein Verstoß gegen das Recht auf Leben, wie es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte angeführt wird. Es ist die grausamste, unmenschlichste und menschenunwürdigste Strafe.

www.youtube.com/watch?v=-z-XvNpNIx4

Das Urteil

Am 31.Jänner 2016 wurde Kiryl Kazachok aufgrund Mordes des Mordes für schuldig gesprochen. Dabei wurde er beschuldigt, seine beiden Kinder ermordet zu haben. Anschließend rief er die Polizei und versuchte Suizid zu begehen. Folglich verurteilte man ihn am 28.Dezember 2016 zu Tode. Kiryl Kazachok wird gegen das Urteil der Todesstrafe beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen. Falls dieses am Urteil festhält, wird er beim Präsidenten direkt um Begnadigung ansuchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gericht am Urteil festhält und der Präsident die Begnadigung verweigert, sehr hoch.

Exekution

In Weißrussland findet die Exekution bei Gefangenen des Todestrakts durch einen Schuss in den Hinterkopf statt. Familien werden von der bevorstehenden Exekution nicht informiert und haben kein Recht auf einen letzten Besucht. Dem weißrussischen Gesetz entsprechend wird der Leichnam nicht zur Familie zurückgebracht um ihn zu bestatten. Ebenso wird der Ort der Bestattung nicht bekannt gegeben.


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