Belarus: Neue Informationen zu Hinrichtungen

14.03.2018



Im Oktober 2017 wurde Kiryl Kazachok exekutiert, (der Appell zur Aussetzung ist auf unserer Homepage). Nun gibt es neue Informationen über Hinrichtungen in Belarus. So wurde bekannt, dass es 2017 zu 5 Hinrichtungen gekommen ist. Die Hinrichtung von Kazachok erfolgte zu einem Zeitpunkt, als sich die Regierung von Belarus positiv zur Abschaffung der Todesstrafe geäußert hatte. Sowohl der Europarat als auch die EU hatten diese angeprangert.

Zurzeit befinden sich 6 Männer in der Todeszelle und es besteht die Gefahr, dass sie jederzeit hingerichtet werden können.

In Belarus werden die Exekutionen geheim und ohne den Gefangenen, seine Familie oder Anwalt zu informieren, durchgeführt. Die Hinrichtung erfolgt durch einen Schuss in den Hinterkopf. Familien werden Tage oft Wochen später über die erfolgte Hinrichtung informiert. Der Leichnam wird geheim begraben, die Familie weiß nicht, wo.

Für den UN Sonderberichterstatter ist dies eine unmenschliche Behandlung.

Für Amnesty International verletzt die Todesstrafe das Recht auf Leben, wie es in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung festgehalten wird. Sie ist die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste Bestrafung. Daher lehnt AI die Todesstrafe ohne Ausnahme ab. AI fordert die Regierung von Belarus auf, mit einem Moratorium die Todesstrafe auszusetzen. Mit dem Ziel, die Todesstrafe abzuschaffen.


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