Erfolg: Rumänien: Zwangsvertreibung von Roma in Baia Mare auf Eis gelegt


Nach Protesten von Amnesty International und anderen rumänischen Menschenrechtsorganisationen und einer massiven Intervention der US-Botschaft in Bukarest wurde die Zwangsvertreibung der Roma aus Baia Mare, die für den 5. September angesetzt war, zurückgestellt.

Durch die Dringende Aktion sowie durch den Öffentlichkeitsbericht von Amnesty International hat dieser Fall ein gewaltiges mediales Echo hervorgerufen und tausende Aktivisten mobilisiert. Die Intervention der US-Botschaft in Bukarest hat zusätzlich die Aufmerksamkeit auf die Zwangsvertreibung gelenkt. Der Botschafter hat auch die Roma-Gemeinde besucht und Medienberichten zufolge erklärt, dass er bereit ist, den lokalen Behörden zu helfen (auch finanziell), um das Problem der Roma zu lösen, solange sie die Menschenrechte respektieren.

Am 13.9. berichtete die Zeitung Adevãrul de searã, dass Beamte verschiedener Ministerien Baia Mare aufsuchten, um sich ein Bild zu verschaffen und Lösungen zu besprechen. Aussage des Bürgermeisters von Baia Mare laut Bericht: "Es gibt 3 Möglichkeiten (Plattenbau, Ziegel oder Beton). Wir werden rund 400 Heime auf 3 Hektar bauen. Diese Bauten werden alles Nötige erhalten (Strom, Gas, Wasser) und die Stadtverwaltung wird für den Transport der Roma-Kinder zu Kindergärten und Schulen in Baia Mare sorgen."

Die Aktion von Amnesty International war sicher der Katalysator, dass die Zwangsvertreibung jetzt einmal gestoppt wurde. Im Moment ist in dieser Sache keine weitere Aktion nötig. Ein großer Dank an Alle, die mitgeholfen haben!


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