Serbien: Erfolg: Die Verhaftung von Ratko Mladić ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit


Ratko Mladić wurde in den Morgenstunden am Donnerstag, am 26.05.2011 in der Vojvodina, einer nördlichen Provinz von Serbien, verhaftet. Ihn erwartet ein Gerichtsverfahren bevor er nach Den Haag wegen der Anklage des Genozids transferiert wird.

Ratko Mladić war vom Internationalen Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien bereits 1999 wegen seiner angeblichen Rolle bei der Tötung von rund 8.000 Männer und Buben in Srebrenica angeklagt worden. Es wird ihm auch angelastet für das Bombardement und Angriffe aus dem Hinterhalt durch Kräfte der bosnischen Serben verantwortlich gewesen zu sein, die tausenden von Zivilisten das Leben kostete.

Die Anklage gegen ihn umfasst Genozid, Verfolgung, Ausrottung und Mord, Deportation und unmenschliche Handlungen, Schreck auslösen unter Zivilisten, Mord, grausame Behandlungen, Angriffe auf Zivilisten und Geiselnahme.

"Die Verhaftung von Ratko Mladić ist ein wichtiger Schritt in die Richtung Gerechtigkeit gegenüber der Opfer von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid in Bosnien und Herzegowina. Die serbischen Behörden müssen jetzt auch die Verhaftung des untergetauchten Goran Hadzic' sichern, der der letzte der Angeklagten des Tribunals ist", sagt Sian Jones, Researcherin für Serbien bei Amnesty International. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Ostslawonien, Kroatien vorgeworfen.

"Wenn das Tribunal diese Fälle abgeschlossen hat, müssen sich die nationalen Gerichte der Regionen ihrer Verantwortung bewusst werden und verdächtige Kriegsverbrecher verurteilen".

"Diese Behörden müssen noch mehr tun, um sicherzustellen, dass alle Opfer dieser fürchterlichen Verbrechen, begangen von allen Konfliktparteien, Zugang zur Gerechtigkeit haben."

"Da das Tribunal darangeht die Arbeit abzuschließen, muss der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen garantieren, dass er Zeit und Mittel hat, den Prozess gegen Ratko Mladić in Übereinstimmung mit den höchsten Maßstäben der internationalen Justiz zu leiten", sagt Sian Jones.


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