Erfolg: Turkmenistan: Khudayberdy Allashov und seine Mutter wurden freigelassen

UA: 279/16
EUR 61/5295/2016
12.12.2016 – 19.1.2017


Der turkmenische Journalist Khudayberdy Allashov und seine Mutter, die am 3. Dezember 2016 wegen des verbotenen Besitzes von Kautabak verhaftet und zu 3 Jahren Haft verurteilt worden waren, sind am 15.2.2017 freigelassen worden und wieder bei ihrer Familie.

Vielen Dank an Alle, die sich für die Freilassung der Inhaftierten eingesetzt haben.

Der Fall zum Nachlesen

Der unabhängige Journalist Khudayberdy Allashov wurde am 3.12. zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter verhaftet. Er wird beschuldigt, Kautabak zu besitzen, welches ein Strafdelikt ist. Ihm drohen bis zu 7 Jahre Haft, wenn er verurteilt wird.

Bitte setzt Euch gegen seine und die politisch motovierte Verhaftung seiner Mutter ein und sendet die vorbereiteten Briefe an den Präsidenten Gurbanguly Berdymukhamedov, an den Generalstaatsanwalt Amanmyrat Hallyev, den Außenminister Rashid Meredov und ein Mail an den Botschafter Turkmenistans.

Hintergrund

Khudayberdy Allashov ist Mitarbeiter von Radio Free Europe/Radio Liberty’s Turkmen Service. In einer Reportage berichtete er über Lebensmittelknappheit, Verzögerungen bei Gehaltsauszahlungen und Zwangsarbeit zum Baumwollpflücken. Dabei benützte er das Pseudonym Mekan Tashliyev. Die Behörden reagieren intolerant auf solche kritische Berichte von turkmenischen Journalisten und gehen mit ungeschickten Repressionen gegen sie vor. Hauptsächlich mit strafrechtlichen Verfolgungen von erfundenen Anklagen.

Zum Fall

Am 3.12. wurden er, seine Frau und seine Mutter in der Provinz Dashoguz in ihrem Haus von bewaffneten Polizisten aufgesucht, die ein paar kleine Päckchen Kautabak fanden. Während der Suche wurde Allashov geschlagen. Er und seine Mutter wurden dann wegen des Besitzes von Kautabak verhaftet. Dessen Anbau, Besitz, Gebrauch, Lagerung, Transport und Verkauf ist in Turkmenistan verboten. Konsum von Kautabak ist landläufig üblich und hat bisher zu keinen Verhaftungen geführt.

Nach den Berichten über Folter und Misshandlungen, die AI vorliegen „bekannte“ sich Allashov dazu, 11 kg Kautabak zu besitzen. Die Strafe geht bis zu 7 Jahren Haft. Seine Mutter dürfte sich ebenfalls noch in Haft befinden, seine Frau wurde schon am 3.12. wieder freigelassen.

Aussagen zufolge befindet Allashov im Untergeschoß der Polizeistation der Stadt und ist in schlechter gesundheitlicher Verfassung, sein Gesicht ist von den Schlägen geschwollen und voller Blutergüsse.


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