Usbekistan: Journalist Muhammad Bekzhanov brutal gefoltert.

Briefmarathon 2015


Der Journalist und Herausgeber einer verbotenen oppositionellen Zeitung gehört zu den am längsten inhaftierten Journalisten. Im Rahmen des Briefmarathons ersuchen wir Euch ein E-Mail mit der Forderung um seine Freilassung an Präsident Karimov abzusenden.

Sollte das Mail zurückkommen, dann bitte sendet es an den Botschafter von Usbekistan mit der Bitte um Weiterleiten (embassy@usbekistan.at).

Ihr könnt Euch auch an der Online-Aktion unter
www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/w4r-uzbekistan-muhammad-bekzhanov/
beteiligen.

„Ich liege seit Tagen in einer Blutlache. Ohne Wasser, ohne Essen. Ich versuche mich an all die guten Dinge in meinem Leben zu erinnern – meine Kinder, meine Frau und bereite mich mental auf meinen Tod vor." So beschreibt Muhammad Bekzhanov die Folter, der er ausgesetzt war.

Sicherheitskräfte prügelten ihn mit Gummiknüppeln, schnürten ihm die Luft ab und versetzten ihm Elektroschocks, bis er „staatsfeindliche“ Aktivitäten „gestand“. Sein „Geständnis“ wurde vor Gericht zugelassen und die von ihm erhobenen Foltervorwürfe ignoriert.

Muhammad Bekzhanov wurde 1999 in einem Verfahren, das klar gegen internationale Standards verstieß, zu 15 Jahren Haft verurteilt.

16 Jahre später befindet er sich immer noch in Haft. Im Februar 2012 hätte er vorzeitig entlassen werden sollen. Kurz vor seiner Freilassung wurde er jedoch unter dem Vorwurf, gegen Gefängnisregeln verstoßen zu haben, zu weiteren vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.


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