Usbekistan: Haftentlassung von Muhammad Bekzhanov in Gefahr

UA: 286/16
EUR 62/5366/2016
16.12.2016 – 27.01.2017


Der Journalist Muhammad Bekzhanov, 62 Jahre (der Fall ist auf unserer Homepage), soll nach 17-jähriger Haft wegen politisch motivierter Anklagen im Jänner freigelassen werden. Doch jetzt ist er in die Strafzelle gekommen. In Usbekistan ist das normalerweise eine Praxis der Behörden, eine Strafe auszudehnen.

Bitte helft mit, dass er freigelassen wird und sendet die vorbereiteten Mails/Briefe an Präsidenten Mirziyiyev, Generalstaatsanwalt Abdullaev, Innenminister Ahmedbaev und an den usbekischen Botschafter in Österreich.

Aktuelles:

Am 13.12.2016 wollte ein Verwandter ins Zarafan-Gefängnis, Region Navoi, um ihn vor seiner Entlassung von der willkürlichen Strafverlängerung und endgültigen Entlassung Jänner 2017 zu besuchen. Der Besuch wurde mit dem Hinweis verweigert, dass Bekzhanov in der Strafzelle wäre. Eine genauere Erklärung wurde nicht abgegeben.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine angebliche Verletzung der Gefängnisregeln Bekzhanov zu seiner Bestrafung geführt hat. 2012, einen Monat vor seiner angenommenen Entlassung, wurde er deshalb zu weiteren 4 Jahren und 8 Monaten verurteilt. Er hatte damals darauf hingewiesen, dass er nach 13 Jahren Haft schwerlich knapp vor seiner Entlassung Regeln verletzen würde.

Muhammad Bekzhanov ist einer der weltweit am längsten inhaftierten Journalisten und hat 17 Jahre im Gefängnis verbracht. Er wurde gefoltert, mit Schlagstock geschlagen, gewürgt und erhielt Elektroschocks, um fabrizierte Geständnisse zu machen. Die Foltervorwürfe wurden nicht untersucht.


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