Osteuropa: Newsletter Mai 2006


Bosnien und Herzegowina - Reaktion auf Aktion über ethnische Diskriminierung am Arbeitsplatz

Die in der Aktion angeführte Firma Aluminij bei Mostar reagierte auf die Vorwürfe, keine Bosniaken bzw. bosnische Serben zu beschäftigen und bei Einstellungen bosnische Kroaten zu bevorzugen, mit einem schriftlichen Protest, in dem sie betonten "dass kein Angestellter auf Grund seiner/ihrer nationalen Zugehörigkeit entlassen worden wäre." Ferner betont die Firmenleitung, "dass die Firma in Bezug auf nationale Gleichstellung führend wäre" und "dass sich eben nur Kroaten auf die Stellungsangebote melden würden".

Im Antwortschreiben wies Amnesty International nochmals darauf hin, dass aus der Firma, die vor dem Krieg 1992-95 Angestellte aller 3 Hauptethnien (Bosniaken, bosnische Kroaten und bosnische Serben) beschäftigt hatte, ein Betrieb mit überwiegend ethnischen Kroaten geworden ist. Die Organisation forderte die Firma nochmals auf, Massnahmen zu ergreifen, um ArbeitsnehmerInnen aus den unterrepräsentierten Volksgruppen zu beschäftigen.

Kroatien - Aufforderung an die Regierung kein bilaterales Straffreiheitsabkommen mit den USA zu unterzeichnen

In einem Schreiben an den kroatischen Premierminister brachte Amnesty International ihre Besorgnis über Berichte zum Ausdruck, wonach die kroatische Regierung es in Betracht ziehen würde, ein bilaterales Abkommen mit den USA zu unterzeichnen, das UN-Staatsbürgern, die beim Internationalen Strafgerichtshof wegen Genozids, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, begangen auf kroatischem Gebiet, angeklagt wären, Straffreiheit zusichern würde. Amnesty International ersuchte die kroatische Regierung solch ein Abkommen nicht zu unterzeichnen.


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